Beschreibung Vorspann - Stadtbilder von Warschau. Warschauer Seejungfer am Weichselufer (nah). Zakrzewski-Seite des Marktplatzes. Schmiedeeiserne Fenstergitter und Stiluhr, dahinter. Passanten in Fußgängerzone zwischen modernen Hochhausbauten, Schriftzug: SAWA. Schaufenster. Zeitungsstand mit Käufern. Innenaufnahmen des Verlagshauses der Warschauer Zeitung „Zycie Warszawy“. Drucker bei der Arbeit. Jürgen HAESE interviewt Chefredakteur, O-Ton: „Als Chefredakteur des Zycie Warszawy seit 20 Jahren und als ehemaliger Häftling des Konzentrationslagers Auschwitz ich bin mit dem Vertrag zufrieden." Dolmetscher spricht weiter, O-Ton: "Der Chefredakteur denkt auch, dass es eben zu keiner Überwindung ideologischer Unterschiede zwischen Polen und der Bundesrepublik kommen soll, aber das ist kein Hindernis für gute Beziehungen zwischen unseren beiden Staaten.“ - Rotationsmaschinen, Arbeiter stapeln Zeigungen. Plakat „Vertrag zischen VRP und BRD“, Schulklasse (Aufzieher). Jürgen HAESE interviewt Schüler zu ihren Kenntnissen über Deutschland, O-Ton: „Ich kenne die deutsche Bundesrepublik als ein Wirtschaftswunderland" "Und ich weiß, dass in Solingen die Edelstahle man erzeugt" - "Und die Kulturschätze, also Architektur und zum Beispiel Kölnischer Dom.“ – „Welche westdeutschen Politiker kennen Sie?“ – „Der Bundeskanzler Brandt und gleichzeitig auch der Führer der SPD, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.“ – „Welche Namen kennen Sie sonst noch?“ – „Walter Scheel, Georg Ferdinand Duckwitz, Egon Bahr.“ – „Wen kennen Sie noch?“ – „Ja, von der alten Gruppe Strauß und vielleicht Kiesinger und noch den ehemaligen NPD-Führer von Thadden.“ Weibliche und männliche Studenten auf der Straße, teilweise modisch gekleidet (verschiedene Einstellungen). Jürgen HAESE interviewt die Studenten zum deutsch-polnischen Vertrag, O-Ton: „Wir hoffen, dass wir neue Bücher bekommen.“ – „Die guten Ausgaben, die in der Bundesrepublik sind, sind für uns als Germanisten besonders...“ – „Welche Schriftsteller aus der Bundesrepublik interessieren Sie denn?“ – „Ja, Günter Grass natürlich.“ – „Was würde Sie denn interessieren, wenn Sie in die Bundesrepublik kämen?“ – „Alles, wirklich alles.“ – „In welche Städte würden sie denn besonders gerne reisen?“ – „Bonn.“ – „Ich meine auch Bonn.“ – „Dortmund, Hamburg – Ja, Hamburg, Reeperbahn." - "Also, für mich wäre die Universität am interessantesten, besonders Heidelberg. Man hört ja sehr viel davon und man möchte das sich mal selbst anschauen, wie das aussieht.“ - Studentenkneipe / Kellerlokal mit Livemusik und Tanz (versch. Einstellungen). Günter GRASS zum deutsch-polnischen Vertrag O-Ton: „Ich hoffe, dass man auch in Deutschland genau wie man hier in Polen beobachten kann, begreift, dass hier nicht auf etwas verzichtet wird, sondern dass Brandt den notwendigen Schritt getan hat und ein Anfang gesetzt hat. Sehen Sie, ich bin unmittelbar betroffen – ich komme ja aus Danzig – ich weiß, was das bedeutet: Verlust der Heimat. Ich hatte diesen Verzicht für mich schon gleich nach Kriegsende getroffen, aber jetzt bin ich auf eine betroffene Art doch dankbar, dass es auch endlich zum Vertrag gekommen ist und dass für die junge Generation – ich denke auch an meine Kinder – die Belastungen der Kriegszeit aufhören.“
Beschreibung Vorspann - Stadtbilder von Warschau. Warschauer Seejungfer am Weichselufer (nah). Zakrzewski-Seite des Marktplatzes. Schmiedeeiserne Fenstergitter und Stiluhr, dahinter. Passanten in Fußgängerzone zwischen modernen Hochhausbauten, Schriftzug: SAWA. Schaufenster. Zeitungsstand mit Käufern. Innenaufnahmen des Verlagshauses der Warschauer Zeitung „Zycie Warszawy“. Drucker bei der Arbeit. Jürgen HAESE interviewt Chefredakteur, O-Ton: „Als Chefredakteur des Zycie Warszawy seit 20 Jahren und als ehemaliger Häftling des Konzentrationslagers Auschwitz ich bin mit dem Vertrag zufrieden." Dolmetscher spricht weiter, O-Ton: "Der Chefredakteur denkt auch, dass es eben zu keiner Überwindung ideologischer Unterschiede zwischen Polen und der Bundesrepublik kommen soll, aber das ist kein Hindernis für gute Beziehungen zwischen unseren beiden Staaten.“ - Rotationsmaschinen, Arbeiter stapeln Zeigungen. Plakat „Vertrag zischen VRP und BRD“, Schulklasse (Aufzieher). Jürgen HAESE interviewt Schüler zu ihren Kenntnissen über Deutschland, O-Ton: „Ich kenne die deutsche Bundesrepublik als ein Wirtschaftswunderland" "Und ich weiß, dass in Solingen die Edelstahle man erzeugt" - "Und die Kulturschätze, also Architektur und zum Beispiel Kölnischer Dom.“ – „Welche westdeutschen Politiker kennen Sie?“ – „Der Bundeskanzler Brandt und gleichzeitig auch der Führer der SPD, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.“ – „Welche Namen kennen Sie sonst noch?“ – „Walter Scheel, Georg Ferdinand Duckwitz, Egon Bahr.“ – „Wen kennen Sie noch?“ – „Ja, von der alten Gruppe Strauß und vielleicht Kiesinger und noch den ehemaligen NPD-Führer von Thadden.“ Weibliche und männliche Studenten auf der Straße, teilweise modisch gekleidet (verschiedene Einstellungen). Jürgen HAESE interviewt die Studenten zum deutsch-polnischen Vertrag, O-Ton: „Wir hoffen, dass wir neue Bücher bekommen.“ – „Die guten Ausgaben, die in der Bundesrepublik sind, sind für uns als Germanisten besonders...“ – „Welche Schriftsteller aus der Bundesrepublik interessieren Sie denn?“ – „Ja, Günter Grass natürlich.“ – „Was würde Sie denn interessieren, wenn Sie in die Bundesrepublik kämen?“ – „Alles, wirklich alles.“ – „In welche Städte würden sie denn besonders gerne reisen?“ – „Bonn.“ – „Ich meine auch Bonn.“ – „Dortmund, Hamburg – Ja, Hamburg, Reeperbahn." - "Also, für mich wäre die Universität am interessantesten, besonders Heidelberg. Man hört ja sehr viel davon und man möchte das sich mal selbst anschauen, wie das aussieht.“ - Studentenkneipe / Kellerlokal mit Livemusik und Tanz (versch. Einstellungen). Günter GRASS zum deutsch-polnischen Vertrag O-Ton: „Ich hoffe, dass man auch in Deutschland genau wie man hier in Polen beobachten kann, begreift, dass hier nicht auf etwas verzichtet wird, sondern dass Brandt den notwendigen Schritt getan hat und ein Anfang gesetzt hat. Sehen Sie, ich bin unmittelbar betroffen – ich komme ja aus Danzig – ich weiß, was das bedeutet: Verlust der Heimat. Ich hatte diesen Verzicht für mich schon gleich nach Kriegsende getroffen, aber jetzt bin ich auf eine betroffene Art doch dankbar, dass es auch endlich zum Vertrag gekommen ist und dass für die junge Generation – ich denke auch an meine Kinder – die Belastungen der Kriegszeit aufhören.“